M

Methanol ist der vom chemischen Aufbau her einfachste Alkohol und nicht zu verwechseln mit dem Trinkalkohol (Ethanol). Nach heutigem Stand der Technik kann Methanol aus einer ganzen Reihe von Rohstoffen hergestellt werden: aus schweren Ölrückständen, aus Erdgas, aus Braunkohle und Steinkohle, aus Holz und kohlestoffhaltigen Abfällen. Methanol wird beispielsweise Ottokraftstoffen beigemischt, um die Klopffestigkeit zu erhöhen. Zudem ist es einer der wichtigsten Ausgangsstoffe für Synthesen in der chemischen Industrie und wird als Lösungsmittel sowie beim Kunststoffrecycling verwendet. Auch bei der Herstellung von Biokraftstoffen der ersten Generation (z.B. Biodiesel) spielt Methanol eine wichtige Rolle.


N

Naphtha, auch Rohbenzin genannt, wird im Wesentlichen für die Produktion von Benzin eingesetzt und ist daneben ein wichtiger Rohstoff für die Petrochemie. Naphtha kann auch zu Aromaten verarbeitet werden. Durch Cracken wird aus ihm Ethylen und Propylen gewonnen. Aromaten ist eine Sammelbezeichnung für Kohlenwasserstoffe, deren Moleküle einen oder mehrere Benzolringe enthalten (Benzol). Wegen ihres hohen Heizwertes und der guten Klopffestigkeit sind Aromaten wichtige Mischkomponenten, um bei Ottokraftstoffen hohe Oktanzahlen zu erreichen. Im Griechischen bedeutet das Wort Naphtha „Erdöl“.


Die Oktanzahl ist die Maßeinheit für die Klopffestigkeit von Ottokraftstoffen. Die Klopffestigkeit ist die Eigenschaft des verwendeten Treibstoffs (Benzin, Diesel, Gas), nicht unkontrolliert durch Selbstentzündung zu verbrennen („Klopfen“), sondern ausschließlich präzise durch den Zündfunken oder Kompression gesteuert. Beim Klopfen des Motors entzündet sich das Gas-Luftgemisch im Kolben zu früh und/oder verbrennt ungleichmäßig. Die Klopffestigkeit wird bei Benzin durch die Oktanzahl, bei Diesel durch die Cetanzahl und bei gasförmigen Treibstoffen durch die Methanzahl ausgedrückt. Bei ausreichender Oktanzahl verbrennt das Kraftstoff-Luftgemisch - nach kontrollierter Zündung durch die Zündkerze - gleichmäßig.