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Die Petrochemie ist der Zweig der chemischen Großindustrie, der sich mit der Herstellung chemischer Stoffe aus Erdölprodukten und Erdgas befasst und damit Bindeglied zwischen Erdölverarbeitung und eigentlicher chemischer Industrie ist. Die Petrochemie verarbeitet bestimmte Fraktionen der Rohöldestillation zu Rohprodukten, die von der chemischen Industrie vorwiegend für die Herstellung von Kunststoffen, Weichmachern, Waschmittelrohstoffen, Lösemitteln und Vorprodukten für die chemische Weiterverarbeitung verwendet wird. Wichtige Verarbeitungsanlagen sind der Steamcracker (Cracken), die Aromaten- und die Synthesegasanlage.


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Quecksilber ist das einzige Metall und neben Brom das einzige Element, das bei Normalbedingungen flüssig ist. Aufgrund seiner hohen Oberflächenspannung benetzt Quecksilber seine Unterlage nicht, sondern bildet wegen seiner starken Kohäsion linsenförmige Tropfen. Es bildet mit sehr vielen Metallen Legierungen, die sogenannten Amalgame. Quecksilber leitet Strom schlecht und verdunstet schon bei Raumtemperatur. Quecksilber bedeutet ursprünglich lebendiges Silber. Quecksilbervorkommen gibt es unter anderem in Serbien, Italien, China, Algerien, Russland und Spanien. Meist findet man es als Mineral in Form von Zinnober (HgS) in Gebieten mit ehemaliger vulkanischer Aktivität.


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Eine Raffinerie ist ein Industriebetrieb, der Beispielsweise aus Erdöl durch Destillation, Reinigung (Entschwefelung) und Veredelung (Reformierung) höherwertige Produkte herstellt. Das aus den Lagerstätten gewonnene Rohöl wird für den Transport zur Raffinerie aufbereitet, d. h., im Wesentlichen grob von Sedimenten und Wasser getrennt. Nach diesen ersten Verarbeitungsschritten, es heißt nun Erdöl, wird es per Schiff oder Pipeline zur Raffinerie geliefert. Hier wird das Flüssigkeitsgemisch in weiteren komplizierten und aufeinanderfolgenden Einzelschritten in unterschiedliche Bestandteile getrennt und zu verkaufsfähigen Produkten aufbereitet. Die Technik ist heute so weit fortgeschritten, dass keinerlei Stoffe des Rohöls unverwandt bleiben. Selbst das überall, aber unerwünscht als Nebenprodukt anfallende Raffineriegas, findet Verwendung. Es wird entweder direkt in den Prozessöfen als Energieträger benutzt oder in der chemischen Weiterverarbeitung als Synthesegas eingesetzt.